Forschungseinrichtungen am Lehrstuhl für Luftfahrtsysteme

Hier finden Sie Informationen über folgende Forschungseinrichtungen des Lehrstuhls:


Virtual Reality Lab

Für fortschrittliche Simulationen von Flugzeugkonstruktionen, sowie für Bildungszwecke, wird am Lehrstuhl für Luftfahtsysteme eine Virtual-Reality-Wand (VR-Wall) installiert. Die VR-Wall besteht aus 6 Laser-Light-Engines, die ein Bild mit einer Auflösung von 4000 x 2000 Pixeln erzeugen, wobei die Gesamtgröße des Bildes 4,30 m x 1,80 m beträgt. Die Virtual-Reality-Wand arbeitet als Monitor und kann über einen speziellen Pixel-Prozessor an eine Workstation angeschlossen werden. Mit einer leistungsfähigen Grafikkarte im Computer kann ein 3D-Modell auf der VR-Wall visualisiert und simuliert werden. Die Visualisierung komplexen Zusammenhängen zusammen mit der Möglichkeit, gleichzeitig große Mengen an Informationen anzuzeigen, ermöglicht ein tieferes Verständnis des Designprozesses.

UAV Triebwerksprüfstand

Antriebssysteme und ihre Integration in unbemannte Fluggeräte stellen einen Schlüsselkompetenz im erarbeiten neuartiger Systemkonzepte dar. Mit der Unterstützung des Bayrischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie wurde am Lehrstuhl für Luftfahrtsysteme eine einzigartige Testeinrichtungen geschaffen, mit deren Hilfe UAV-Antrieben von elektrischen Systemen bis hin zu Kleinst-Turbojet Triebwerken vermessen werden können. Die umfangreiche Sensorausstattung erlaubt auch die Entwicklung von Schubvektorsystemen. 
Erstmals kam der Prüfstand während des SAGITTA Projekts zur Evaluierung und Optimierung des Antriebssystems zum Einsatz. Mit einer detaillierten Testkampagne konnten die komplexe Einlass-Geometrie, sowie neuartige Düsenkonzepte erpropt und weiter verbessert werden. 
Aktuell steht der Prüfstand für Antriebstests im Projekt FLEXOP zur Verfügung, als auch zur Vermessung des Einflusses von Rumpfkomponenten auf den Propellerschub bei senkrecht startenden UAV-Konfigurationen.

IMPULLS (Innovative Modular Payload UAV – TUM LLS)

Das IMPULLS ist das unbemannte Forschungsflugzeug des Lehrstuhls für Luftfahrtsysteme. Es wurde ab Frühjahr 2010 innerhalb von 15 Monaten von wissenschaftlichen Mitarbeitern unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Mirko Hornung entwickelt und hat am 5. April 2011 seinen erfolgreichen Erstflug absolviert. Partner bei der Entwicklung waren Cassidian Air Systems und der Lehrstuhl für Flugsystemdynamik, der das IMUPLLS mit einem Autopiloten ausstattet. Mit der Fertigung des Fluggeräts wurde die Firma Mibo Modeli beauftragt.

Das Flugzeug dient dem Test von Sensoren und Systemen für die Luftfahrt. Ein wesentliches Merkmal ist der modulare Aufbau. Mit wenig Aufwand können so unterschiedlichste Systeme eingebaut und unter Flugbedingungen getestet werden. Der Antrieb ist elektrisch und damit emissionsfrei und leise. Bei einem Gesamtgewicht von 30kg kann das IMPULLS 10kg Nutzlast transportieren. Dabei erreicht es eine Flugzeit von 75 Minuten. Es wurde Wert darauf gelegt, die Standzeiten des Flugzeugs am Boden möglichst gering zu halten. Innerhalb von 15 Minuten ist es nach der Landung wieder startbereit. Die langjährigen Erfahrungen mit dem Forschungsflugzeug UlltraEvo haben dabei geholfen die Handhabung des Flugzeugs sowohl im Flug als auch bei Ausrüstungsarbeiten am Boden so einfach wie möglich zu halten. Der Start erfolgt mit einer Winde. So konnte die Startdistanz sehr kurz gehalten und das Antriebssystem effizienter ausgelegt werden. Um die langen Flugzeiten mit einem elektrischen Antrieb zu realisieren, war es außerdem notwendig das Flugzeug mit einer außergewöhnlich hohen aerodynamischen Güte zu entwerfen. Durch die konsequente Nutzung von kohlefaserverstärkten Kunststoffen (CFK) fällt das Gewicht des Flugzeugs im Vergleich zur transportieren Nutzlast sehr gering aus. Das IMPULLS eignet sich ideal für Schadstoffmessungen in der Atmosphäre, für luftgestützte geographische Messungen oder die Überwachung von Natur und Infrastruktur aus der Luft. Ein weiteres Einsatzfeld ist die Informationsgewinnung in Not- und Gefahrensituationen. Entsprechend ausgerüstete unbemannte Flugzeuge ließen sich z.B. bei Gefährdungen einsetzen, denen man Piloten nicht aussetzen möchte.

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Technical Specifications

Kontakt:

sekretariat@lls.mw.tum.de

Link:

TUM Pressemitteilung

 


Labor für fliegende Demonstratoren

Der Lehrstuhl für Luftfahrtsysteme betreibt, als einen wesentlichen Beitrag für die Forschung an neuen Luftfahrtsystemen, ein Integrationslabor für fliegende Demonstratoren und Systemprüfstände.

Das Labor ermöglicht die technische Betreuung der lehrstuhleigenen (unbemannten) Fluggeräte (UAV Unmanned Aerial Vehicles). Dies umfasst den Bau, sowie Wartung und Modifikation von Flugzeugbaugruppen (Schwerpunkt Faserverbundwerkstoffe), statische Belastungsversuche, EMV Erprobung (Elektromagnetische Verträglichkeit), Integration von elektronischen Komponenten sowie die gesamte Systemintegration und Vorbereitung für Boden- und Flugversuche.